Bern

Ausstellung im Bauch des Wals III Marks Blond 11.11.-28.11. Bern

Ort: Marks Blond, Spichergase 8. 3000 Bern (beim Bahnhof)

Spichergasse 8, 3000 Bern (nähe Bahnhof)

Öffnungszeiten Dienstag bis Freitag 17 – 20 Uhr, Samstag 12 – 16 Uhr und auf Anfrage

Info: +41 79 231 66 12 und +41 78 851 89 08

Die Ausstellung ist von aussen einsehbar.

Vernissage: Donnerstag 11. November 2010, ab 19 Uhr (mit Musik von Christophe Fellay)
Werkgespräch: Donnerstag, 25. November 2010, 19 Uhr mit den Kunstschaffenden auf Englisch und Französisch

Lesungen aus dem Buch "Jonah" 

1. 11. 2010, 20 Uhr                      Deutsch: Lesung der interlinearen Übersetzung aus dem Hebräischen

18.11. 2010, 20 Uhr                      Deutsch + Hebräisch + Arabisch (Qur'an, sura 37 / As-Saaffat) simultan
  mit effi&amir, hebräisch, und Ali Al Fatlawi, arabisch

25.11. 2010, 20 Uhr                      Screening der Aufnahme vom 18.11.2010 Deutsch + Hebräisch + Arabisch (Qur'an, sura 37 / As-Saaffat) simultan

28.11. 2010, 20 Uhr                      Deutsch: Lesung der interlinearen Übersetzung aus dem Hebräischen

 


Projekte

Das Projekt „Im Bauch des Wals“, kuratiert von Sibylle Omlin (Zürich/Sierre), untersucht transformative Ausstellungsformen zwischen Performance und Installation. Nach ersten Stationen im Kunstraum Engländerbau in Vaduz (mit Victorine Müller, Simon Kindle und Sophie Hofer), im Projektraum K3 in Zürich (mit Pe Lang, Davor Ljubicic, Dorothea Rust und Klaus Hersche) erreicht das Projekt Marks Blond Project- Raum für zeitgenössische Kunst in Bern. Gezeigt werden zwei installative Arbeiten. 
 
 

„Buch Jonah“ – InstallAction von Klara Schilliger und Valerian Maly

Das Künstlerpaar Valerian Maly und Klara Schilliger interessiert sich für den biblischen Text des Buches Jonah gemäss interlinearer Übersetzung – eine Wort-für- Wort-Transkription des hebräischen Grundtextes. Die Performer werden die Abschrift der verloren gegangenen Urschrift des Alten Testamentes mit Holzkohle an die Wände von Marks Blond schreiben. Die Holzkohle dafür wird in einem performativen Prozess mit Feuer gemäss einer Rezeptur von Cennino Cennini aus dem Mittelalter vor Ort hergestellt. Der Maler Cennino Cennini (um 1370 bis um 1440 Florenz) ist Autor des Libro dell'arte o trattato della pittura. Dieses gegen 1400 geschriebene, zunächst durch Abschriften verbreitete Handbuch, war das einflussreichste Lehrbuch über die Malerei des Spätmittelalters.

Die beiden Performer werden während zwei Wochen im Projektraum an der Spichergasse leben und arbeiten. Der Text wird von den Performenden laufend mit den hergestellten Holzkohle-Stücken geschrieben. Der Prozess dauert circa zwei Wochen. Das Holz für die Holzkohle stammt aus den Rebbergen um Sierre.

Geplant sind folgende Lesungen des „Buches Jonah“

11. 11. 2010, 20 Uhr                      Deutsch: Lesung der interlinearen Übersetzung aus dem Hebräischen

18.11. 2010, 20 Uhr                       Deutsch + Hebräisch + Arabisch (Qur'an, sura 37 / As-Saaffat) simultan
 mit effi&amir, hebräisch, und Ali Al Fatlawi, arabisch

25.11. 2010, 20 Uhr                     screening der Aufnahme vom 18.11.2010 Deutsch + Hebräisch + Arabisch (Qur'an, sura 37 / As-Saaffat) simultan

28.11. 2010, 20 Uhr                      Deutsch: Lesung der interlinearen Übersetzung aus dem Hebräischen

 

Soundscape « Spichergasse » von Christophe Fellay, Orsières VS

Das künstlerische Projekt von Christophe Fellay geht von der Idee aus, den Besucher des Projektraums mit der Stadt und ihren Geräuschen in Verbindung zu setzen. Für einen Soundscape werden Töne der Spichergasse gesammelt, in dem die Vibratioen der Schaufensterscheibe aufgenommen werden. Der Projektraum wird so zu einem Klangraum, der die Stadt wie einen lebendigen Körper wahrnehmen lässt : real oder imaginiert. Der Aussenraum wiederum bildet den erweiterten Raum der Wahrnehmung für die Geräusche der Gasse und des Verkehrs.

 

La proposition est de mettre en relation le visiteur de l'espace d'exposition avec la ville et sa rumeur. Capter les sons extérieurs de la ville en captant les vibrations des vitrines du lieu d'exposition et les diffuser: métaphoriquement, la vitrine de l’espace devient la membrane d'un organe interne. L'espace de la ville dont nous pouvons percevoir la respiration et la circulation est ainsi connecté par le son avec l'espace d'exposition.


Das Projekt in Bern wird unterstützt von:

Pro Helvetia, Ernst Göhner Stiftung, Raiffeisen Jubiläumsstiftung, Kanton Bern, Stadt Bern, Burgergemeinde Bern, Kanton Wallis, Marks Blond Project – Raum für Zeitgenössische Kunst

 

Presse

Artikel im Bund